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Wochenendseminar in Bad Laer


Der Kreisverband der Jungen Union Soest tagte drei Tage lang mit Freunden aus den Kreisverbänden Essen und Hamm. Neben den politischen Vorträgen standen auch inhaltliche Seminare zu Themen wie der Kulturpolitik auf dem Programm. Als Referenten waren Stefan Wiedon und Klaus Kaiser aus dem Landtag sowie Ruprecht Polenz aus dem Bundestag zu Gast, um über aktuelle Themen referierten.

Die Landtagsabgeordneten Stefan Wiedon und Klaus Kaiser referierten in erster Linie über das „Bildungsland NRW“. Besonders Fragen zum neuen Schulkonsens wurden von den versammelten JU-Mitgliedern gestellt. Stefan Wiedon sprach sich für das Modell der Ganztagsschule aus, da dies besonders in Großstädten von großem Interesse sei. Trotzdem solle man den Eltern immer noch die Wahl zu anderen Schulsystemen lassen. Die Aus- und Weiterbildung bei Lehrkräften müsse weiterhin gefördert werden. Zum Thema Inklusion forderte er, dass mehr Kinder mit Behinderung in Schulen aufgenommen werden sollten. Außerdem solle überlegt werden, „Bachelor“ und „Master“-Studiengänge wieder durch das vorangegangene Diplomstudienmodell zu ersetzen, oder zumindest für das Ingenieurwesen zu erhalten.

Klaus Kaiser, der in der CDU-Fraktion im Landtag als schulpolitischer Sprecher agiert, mahnte an, die Anforderungen bei Handwerksberufen herunterzusetzen, und die Lehrpläne generell auf das Berufsgebiet anzupassen. Es könne nicht die Regel sein, als Voraussetzung zum Beispiel bei der Ausbildung zur Krankenschwester das Abitur zu haben. Er hob außerdem die Form des „Facebook-Alters“ hervor, dessen Internetplattform als Informationsportal von und mit Jugendlichen gestaltet wird und auch zu politischen Themen ein Austausch stattfindet.

Der Bundestagsabgeordnete und dortige Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, Ruprecht Polenz, referierte über aktuelle außenpolitische Themen. Daher war gerade die aktuelle Situation rund um die Eurokrise in der Versammlung ein großes Thema. Herr Polenz befürwortete den EURO als gut für das Exportstarke Deutschland. „Wir sollten Griechenland nicht verurteilen, sondern uns bewusst machen, dass man in den Nachkriegsjahren und damit Anfängen der späteren Europäischen Union auch seitens anderer Länder in unsere Bundesrepublik Vertrauen gehabt hat“, so Polenz. Er vertrat seine bereits bekannte Meinung zum Beitritt der Türkei in die EU. Man erfülle noch nicht alle Kriterien, die Zugehörigkeit wäre jedoch von Vorteil.

"Es ist eine gute Tradition der Jungen Union im Kreis Soest sich Anfang des Jahres zusammen mit drei befreundeten Kreisverbänden zu treffen und sich mit verschiedensten Themen der Landes- oder Bundespolitik zu beschäftigen“; zog der Kreisvorsitzende Johannes Koerner Bilanz.


[12.01.2012]
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